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Tenderverfahren

Verfahren zur Erstplatzierung von Wertpapieren, bei dem diese dem Meistbietenden unter Beachtung eines Mindestpreises verkauft werden. Die Gebote der Interessenten müssen entweder unter Angabe von Kaufpreis (bzw. Zinssatz) und -menge (Zinstender) oder bei vom Emittenten vorgegebenem Preis bzw. Zins lediglich unter Angabe der Kaufmenge (Mengentender) schriftlich abgegeben werden. Das gesamte Emissionsgeschäft (-y Emission) wird dann so untergebracht, dass beginnend mit dem Höchstgebot abwärts zugeteilt wird. Im Rahmen des holländischen Verfahrens erfolgt die Zuteilung zu Einheitskonditionen, im Rahmen des amerikanischen Verfahrens zu den Konditionen gemäß den Geboten. Die Deutsche Bundesbank verwendet dieses Verfahren im Rahmen der OffenmarktpoIitik. Geldpolitik

Offenmarktgeschäfte des Eurosystems werden nomalerweise in Form von Tendern, also im Wege der Ausschreibung durchgeführt. Der Schnelltender unterscheidet sich dabei vom Standardtender zum einen durch eine begrenztere Zahl von Geschäftspartnern, zum anderen durch eine schnellere Abwicklung.

(Tender Issue
) Methode zur Erstplazierung von Wertpapieren. Im Regelfall werden die Effekten dem Meistbietenden unter Beachtung eines Mindestpreises verkauft. Die schriftlich einzureichenden Gebote müssen Menge und Preis umfassen. Das gesamte Emissionsvolumen wird derart untergebracht, daß in der Reihenfolge vom Höchstgebot an abwärts zugeteilt wird. Varianten:
(a) Mengentender (Festsatztender), bei dem der Preis bzw. Zins bei Zinstiteln durch die Emittentin fixiert ist. Die Gebote müssen nur die Menge enthalten. Die Zuteilung erfolgt anhand der eingereichten Gebote. Mit dem Mengentender übt die Emittentin durch die Vorgabe des Preises oder Zinssatzes eindeutig die Preis- bzw. Zinsführerschaft aus.
(b) Zinstender, der zur Plazierung verzinslicher oder abgezinster Titeln verwendet wird. Die schriftlichen Gebote müssen Menge und Kurs enthalten. Die Zuteilung erfolgt entweder im Rahmen der amerikanischen oder der holländischen Methode. Bei der amerikanischen Methode erfolgt die Zuteilung ausgehend vom gebotenen Höchstzins fallend zum jeweils gebotenen Zins. Bei dem holländischen Verfahren erfolgt die Zuteilung zum Einheitskurs, der die Unterbringung der gesamten Emission garantiert.

Die Deutsche Bundesbank präferiert beim Einsatz des Pensionsinstruments eindeutig den Zinstender. An den wöchentlichen Pensionsgeschäften nehmen 300 bis 1000 Bieter teil. Vgl. auch: Doppeltender, Dreifachtender, Schnelltender.

 

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