Wirtschaftslexikon
  Wirtschaftslexikon A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
             
 

 

 

Tobin-Steuer

Von James Tobin (1918 - 2002), Ökonomie- Nobelpreisträger des Jahres 1981, vorgeschlagene Steuer auf Devisenumsätze. Da starke internationale Kapitalbewegungen (Devisenspekulation, Kapitalflucht etc.) immer wieder ökonomische und gesellschaftliche Krisen verstärken oder gar auslösen, wird die Tobin-Steuer bis heute als Mittel zur Beschränkung von Devisenmarktaktivitäten diskutiert. Mit ihrer Hilfe sollen in erster Linie Währungsspekulationen verringert werden, die häufig negative Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben. Ein einheitlicher Steuersatz auf alle Devisentransaktionen hätte eine degressive Wirkung, die relative steuerliche Belastung sinkt, falls die Finanzaktiva länger gehalten werden. Damit trifft sie diejenigen am härtesten, die am häufigsten mit Devisen handeln. Um Schlupflöcher zu vermeiden, müsste diese Steuer von allen Staaten eingeführt werden, was sehr unwahrscheinlich ist. Außerdem dürften die Kosten der Steuer in vielen Fällen erheblich von den Spekulationsgewinnen übertroffen werden, womit ihr Zweck, Devisentransaktionen zu reduzieren, nicht erreicht würde.

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Tobin-Separation
Tobls

 

 
     
           
Weitere Begriffe : Entscheidungseinheit Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Organisationsprüfung
Wirtschaftslexikon. | Copyright © 2005-2008 All rights reserved. www.wirtschaftslexikon24.net | Impressum