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Währungsrisiken

[s.a. Kurssicherung] Neben den allgemeinen Außenhandels-nsiken und den speziellen Länderrisiken bestehen in der Außenwirtschaft zusätzliche und besondere Risiken im Währungsverkehr. Die wichtigsten Währungsrisiken sind (vgl. Schroth, 2001, S. 548f.; Altmann, 1993, S. 748ff.; Schäfer, 1995, S. 30ff.):

- Konverüerungs- und Transferrisiko (KT-Risiken)

- Erfüllungsrisiken, d.h. eine zum Terminkurs kalkulierte und erwartete Zahlung eines Partners bleibt durch Konkurs des Partners aus und der entsprechende Devisenbetrag auf Grund eigener Verpflichtungen muss zum (höheren) Kassakurs beschafft werden

- Wechselkursrisiko, das daraus resultiert, dass sich Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf ausländische Währung lauten, durch Wechselkursänderungen ungünstig verändern: Forderungen können durch Aufwertung der Inlandswährung vor Einlösung der Forderung umgerechnet in Inlandswährung weniger Wert haben. Verbindlichkeiten können analog durch Abwertung der Inlandswährung/Aufwertung der Auslandswährung »teurer« werden.

Gleichermaßen bieten Wechselkursschwankungen auch Chancen (Gewinnmöglichkeiten). Im Hinblick auf diese Gewinnüberlegung ist zwischen Spekulationen
und Arbitrage zu unterscheiden. Bei Kurs-Arbitrage werden Kursunterschiede genutzt, die zum selben Zeitpunkt an verschiedenen Börsenplätzen auftreten. Kurs-Spekulationen beziehen sich demgegenüber auf Kursentwicklungen im Zeitablauf.

Währungsrisiken im Sinne von Wechselkursrisiken können direkt oder indirekt auftreten (vgl. Altmann, 1993, S. 748; Schäfer, 1995, S. 35ff.):

- Em direktes Währungsrisiko entsteht bei allen Forderungen, Verbindlichkeiten und Vermögensteilen, die auf ausländische Währung lauten.

- Em indirektes Währungsrisiko resultiert durch Wechselkursveränderungen, die sich auf die Wettbewerbssituation negativ auswirken, indem beispielsweise eine Aufwertung der Inlandswährung inländische Exporteure gegenüber ausländischen Konkurrenten auf dem Weltmarkt benachteiligt.

Die Betroffenheit eines Unternehmens von Wechselkursveränderungen ist bei einer Aufwertung der Inlandswährung dann um so größer, je größer diese Wechselkursveränderung ist und je mehr Forderungen bzw. Vermögensteile das exportierende Unternehmen in einer fremden Währung notiert hält. Bei Wechselkursrisiken werden folgende Risikoarten (Exposure) unterschieden:

- Transaction Exposure: Risiko bereits bestehender Forderungen und Verbindlichkeilen aus laufenden Transaktionen, deren Wert sich durch eine Wechselkursänderung verändert.

- Translation Exposure: Risiko bereits bestehender Aktiva und Passiva in der Bilanz, deren DM-Werte sich durch eine Wechselkursänderung verändern.

- Economic Exposure: Risiko zukünftiger Wettbewerbsfähigkeit im Weltmarkt und auf dem Binnenmarkt, die durch

eine Wechselkursveränderung beein-flusst wird. Da Währungsrisiken im engeren Sinne mit •Wechselkursrisiken gleichgesetzt werden, fokussieren die Maßnahmen zur Begrenzung von Währungsrisiken vor allem auf der Kurssicherung.

 

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