Währungsspekulationen führen zu Wechselkursveränderungen, die sich nicht durch Fundamentalfaktoren erklären lassen. So können Spekulanten auf den kommenden Wirtschaftsabschwung eines Landes setzen und dessen Währungverkaufen. Sie hoffen, dass die Märkte dadurch verunsichert werden und sich andere Devisenmarktakteure daraufhin ähnlich verhalten. Geschieht dies, wird die Währung verstärkt verkauft, womit sie gleichtzeitig abgewertet wird. Spekulationen gegen eine Währung können auch ohne Einsatz eigener Mittelerfolgen. Der Spekulant leiht sich Geld in der bedrohten Währung und erwirbt damit eine starke Währung. Nach erfolgter Abwertung muss er weniger von der starken Währung einsetzen, um den Kredit in der abgewerteten Währung zurückzuzahlen. Nach Abzug der Transaktionskosten verbleibt unter Umständen ein erheblicher Gewinn. Währungsspekulationen dieser Art in thailändischer Währunghaben 1997 die Asienkrise mit ausgelöst. Bei dem betroffenen Staat kann dies den (teilweisen oder vollständigen) Verlust der Währungsreserven, hohe Zinssätze auf dem Inlandsmarkt mit nachteiligen Auswirkungen für Konsum und Investitionen sowie Inflationseffekte und wirtschaftlichen Niedergang zur Folge haben.