Die Wald-Regel ist eine Entscheidungsregel, die bei Entscheidungssituationen unter Ungewißheit angewendet wird. Danach wählt der Entscheidungsträger unter mehreren Aktionen diejenige aus, die beim Eintreten der jeweils ungünstigsten Umweltsituation noch zum relativ besten Nutzenwert führt. Zunächst wird für jede Aktion das Zeilenminimum bestimmt und anschließend die Aktion ausgewählt, die das Maximum der Zeilenminima darstellt. In diesem Fall wählt der Entscheidungsträger die Alternative as aus. Die Waldregel entspricht der Handlungsweise eines Pessimisten im Gegensatz zu der Hasard-Regel, die die Handlungsweise eines Optimisten beschreibt.