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Waldregel (Maximinregel)

Bei der (eindimensionalen) W. geht der Entscheidungsträger von der äußerst pessimistischen Annahme aus, daß der schlechteste Zustand eintreffen würde, welche Aktion auch immer er ergreift. Das bedeutet gleichzeitig, daß der Entscheidungsträger mit dem ungünstigsten Ergebnis rechnet. Aus dieser Situation versucht man das Beste zu machen, indem diejenige Aktion ausgewählt wird, die das Maximum der ungünstigsten Ergebnisse realisiert. Es gilt also:
Die W. kommt auch in der Spieltheorie vor. Treffen zwei rational handelnde Gegenspieler aufeinander, so ist die äußerst pessimistische Entscheidungsregel gerechtfertigt, wenn sich die Spieler in totaler Opposition begegnen. In einem solchen Falle traut jeder Spieler dem anderen nur das Schlechteste zu. In der vorliegenden Situation bei Unsicherheit wird gelegentlich auch von Spielen gegen die Natur gesprochen. Damit soll in gleicher Weise wie bei Spielen gegen rational handelnde Gegner die Verwendung der W. nahegelegt werden. Wenn wir jedoch unterstellen, daß die Natur dem Entscheidungsträger »neutral« gegenüber eingestellt ist was höchst plausibel erscheint so ist eine A-priori-Anwendung der W. nicht zu begründen.

 

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