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Wertkette

Die Leistungserstellung wird unter dem Gesichtspunkt einer Abfolge von wertbildenden Aktivitäten betrachtet. Das Konzept wurde von M. E. Porter entwickelt. Die Ausgangsfrage lautet: »Wie kann ein Unternehmen in einer bestimmten Branche es zustande bringen, Wettbewerbsvorteile zu erzielen?« für Porter ist der Wert der Unternehmensleistung der Betrag, den der Kunde für das zur Verfügung gestellte Produkt zu zahlen bereit ist. Die Wertschöpfungsstruktur des Unternehmens, seiner Lieferanten und Kunden wird nach Stärken und Schwächen untersucht. Porter kommt zu der Überzeugung, dass ein Unternehmen, das diese strategisch wichtigen Aktivitäten billiger oder besser als die Konkurrenz durchführt, sich Wettbewerbsvorteile verschafft. »Die Unternehmen, die bei der Verbesserung ihrer Produkte und ihrer Verfahren am dynamischsten vorgehen, sind letztendlich diejenigen, die internationalen Erfolg verbuchen können, und nicht die, die mit billigen Arbeitskräfte
n oder anderen Kostenfaktorvorteilen operieren.« Zur Analyse der Wertketten wird das Unternehmen in wertschöpfende Aktivitäten untergliedert, die Kosten- und Differenzierungsvorteile gegenüber der Konkurrenz versprechen. Diese strategisch relevanten Aktivitäten werden in primäre und unterstützende Aktivitäten unterteilt. Die primären Aktivitäten umfassen die mit Herstellung und Vertrieb der Leistung unmittelbar verbundenen Tätigkeiten. Die unterstützenden Aktivitäten helfen die primären Aktivitäten funktionsfähig zu halten und ermöglichen die Leistung des Unternehmens als Ganzes. Um Wettbewerbsvorteile zu realisieren, wird die gesamte Wertkette dahingehend untersucht, ob Kosteneinsparungs- oder Differenzierungspotenziale vorliegen. Kosten und Kundennutzen der Aktivitäten sollen transparent werden. Kosten werden nicht nach Kostenstellen, sondern nach Wertaktivitäten geordnet. Nicht nur das Produkt selbst und die Marketingaktivitäten werden im Hinblick auf ihren Beitrag zum Kundenwert untersucht. Porter geht vielmehr davon aus, dass jede Wertaktivität einen Differenzierungsvorteil erbringen kann. Überlegungen und Fragestellungen sind z.B. Identifikation der Kostentreiber, Ursachen für die Kostenführerschaft in der Branche, welche Aktivitäten werden vom Kunden als wertvoll angesehen, welche Wertkettenelemente werden vom Kunden nicht honoriert.



von Porter entwickeltes Konzept zur Gliederung der Aktivitäten von Unternehmen in strategisch relevante Bereiche, um daraus jeweils Hinweise für die Analyse des strategischen Verhaltens und Erfolgs von Wettbewerbern sowie für die Erringung von eigenen Wettbewerbsvorteilen durch Kostenführerschaft oder Differenzierung ableiten zu können. Die Abbildung zeigt die typische Unterteilung in primäre und sekundäre Aktivitäten. Damit ist es möglich, Schritt für Schritt die in den Gliedern der Wertkette von den Konkurrenten eingesetzten Wettbewerbsstrategien und die damit verbundenen Kosten und Erträge zu untersuchen, mit der eigenen Position zu vergleichen und daraus strategische Schlüsse zu ziehen. Fruchtbare Ansatzpunkte liefert die Wertkette auch für die Beurteilung von ’ Synergieeffekten durch Verbindung mehrerer Werteketten in Konzernen und durch Verknüpfungen der eigenen Wertkette mit der Wertkette von Kunden, z.B. durch Schulungen der Mitarbeiter des Kunden, die bei ihm die Kosten des Personalbereichs reduzieren.

 

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