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Wirtschaftspolitik
Summe aller Maßnahmen staatlicher Stellen zur Gewährleistung der Wirtschaftsordnung (Ordnungspolitik, soziale Marktwirtschaft) sowie zur Erreichung bestimmter gesellschaftlich legitimierter Ziele innerhalb der Wirtschaftsordnung (- Stabilitätsgesetz; Prozesspolitik: Konjunkturpolitik, Strukturpolitik, Regionalpolitik u. a.).
Stellt eine Einheit von Wissenschaft und Praxis dar.
s. Erkenntnisobjekt
s. Geldpolitik
s. Fiskalpolitik
s. Steuerpolitik
s. Notenbankpolitik
umfaßt alle Maßnahmen des Staates und der Zentralbank, die dazu dienen, den Ablauf des Wirtschaftslebens so zu gestalten, daß ein Höchstmaß an Wohlfahrt erreicht wird. Die Wirtschaftspolitik hängt im einzelnen von der geltenden Wirtschaftsordnung ab. Zur Wirtschaftspolitik gehören die Konjunkturpolitik und die Fiskalpolitik, die der Staat wahrnimmt, sowie die Währungspolitik und die Kredit- und Geldpolitik, die in der Bundesrepublik von der Deutschen Bundesbank wahrgenommen werden (siehe dort). Grundsätzliche wirtschaftspolitische Zielsetzungen sind im Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft bzw. im Magischen Viereck enthalten.
In der sozialistischen Wirtschaftslehre: Alle staatliche Maßnahmen zur Durchsetzung einer Wirtschaftsordnung und die ihr zugrundeliegenden gesellschaftlichen Ziele. Hierzu gehören z.B. die Gesetzgebung. die Haushaltspolitik, die Geldpolitik der Zentralbank und die Konjunkturpolitik. Die marxistische Wirtschaftspolitik beinhaltet die sozialistische Gesellschaftsordnung, während die sozialdemokratische von dem Anspruch der ?Links-keynesianischen Verteilungs- und Nachfragepolitik? durch staatliche Konjunktursteuerung, Investitionslenkung und den Ausbau wirtschaftsdemokratischer Elemente ausgeht. Die Wirtschaftspolitik der Neoklassiker beruht auf dem Monetarismus; das bedeutet Stärkung der Marktkräfte, Deregulierung sowie Entstaatlichung und der Arbeitsmarkt soll nach ihren Vorstellungen wie der Warenmarkt funktionieren. Der Keynesianismus reicht von einer antizyklischen Nachfrage- und Beschäftigungspolitik bis hin zur ?neoklassische Synthese?: das bedeutet antizyklische staatliche Globalsteuerung, Einbindung der Lohnentwicklung in die Globalsteuerung und Umverteilung durch Steuerpolitik.
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