Ein generelles Entscheidungsproblem der Leitung und Organisation in der Lagerhaltung betrifft die Frage derZentralisation bzw. Dezentrahsationvon Lägern, also deren räumlicheAnordnung im Hinblick auf die Nähezu den jeweiligen Verbrauchsorten. Jemehr Güter (Güterarten) an einemOrt eingelagert werden können, umso höher ist der Grad der Zentralisation. Zentralisierte Lagerhaltung hatdie Vorteile, daß die einzelnen Lageraufgaben, insbesondere die Lagerverwaltung, rationell bewältigt werden können; es lohnt sich, leistungsfähige technische Hilfsmittel (Lagerausstattung) einzusetzen. AlsNachteile sind die längeren Transportwege zu den Verbrauchsorten hin und ggf. Wartezeiten bei der Materialausgabe anzusehen. Unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten wird im Einzelfalle eine Kombination von Z. und dezentralisierten Läger (z. B. Hand-läger in Werkstätten, im Reparaturbereich usw.) erfolgen. Neben den Eigentümlichkeiten des Fertigungsprozesses selbst (etwa Fließsystem mitzentraler Beschickung oder fertigungsstufengerechte Lagerbildungbei Werkstättenbetrieb) haben diebaulichen Gegebenheiten erheblichenEinfluß: eine starke örtliche Dezentralisierung der Produktion erschwert oder verhindert die Einrichtung einesZ.