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Zielhierarchie
Sie bezeichnet die Über- und Unterordnung einer Reihe gesellschaftsund wirtschaftspolitischer Ziele. Die hierarchische Anordnung kommt auch in Form der Ziel-Mittel-Beziehungen zum Ausdruck.
Eine Zielhierarchie stellt eine Rangordnung der in einer Unternehmung anzustrebenden Ziele dar. Sie ist durch die Formulierung von Ober-, Zwischen- und Unterzielen gekennzeichnet. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Zielen sollten komplementär (Zielkomplementarität) sein, damit die Erreichung des einen Zieles die Erreichung eines anderen Zieles nicht gefährdet oder sogar ausschließt. Komplementäre Zielbeziehungen sind in der Praxis seltener anzutreffen als konkurrierende (CE Zielkonflikt, Zielkonkurrenz) oder indifferente Zielsetzungen (CE Zielindifferenz, Zielneutralität).
In der Ziel-Mittel-Analyse oder Zweck-Mittel-Analyse geht es um eine hierarchische Ordnung von Zielen und Mitteln. Man beschränkt sich hierbei nicht auf die isolierte Betrachtung einer Ziel-Mittel-Beziehung , sondern versucht, kausale Ziel-Mittel-Ketten zu ergründen, bei denen es dann von der Betrachtungsebene abhängt, ob ein Glied als Ziel oder als Mittel interpretiert wird. Mittel können folglich auch als Unterziele zur Erreichung von Oberzielen aufgefaßt werden, so daß sich eine Z. ergibt. Ein bekanntes Beispiel für eine solche Z. ist das ROI-Kennzahlensystem. Bei der Anwendung von Z. ist zu beachten, daß über die zu erreichenden Ziele oft unvollkommene Informationen bestehen. Man hat also lediglich unsichere Erwartungen darüber, welche Ziele angestrebt werden sollen bzw. wie Ziele sich mit einem Mittel erreichen lassen. Weiterhin muß dem Zeitelement Beachtung geschenkt werden. Es sind auch Ziele zu berücksichtigen, deren spätere Realisierung eingeschränkt oder ausgeschlossen wird. Drittens ist darauf hinzuweisen, daß vorhandene Mittel danach streben, auch eingesetzt zu werden. Sie erhalten somit einen Eigenwert, der unabhängig von gesetzten Zielen besteht.
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