Entstehen dann, wenn ein bestimmter Geldbetrag Ko über mehrere Perioden angelegt und erst am Ende der letzten Periode zusammen mit den angefallenen Zinsgewinnen wieder abgehoben wird. Bei diesem Vorgang werden zwischenzeitlich anfallende Zinsen selbst wieder verzinst (daher die Bezeichnung Zinseszinsen). Der beschriebene Zusammenhang wird über die folgende Zinseszinsformel zum Ausdruck gebracht:
Kn = K0(1+i)n
Dabei bezeichnet Kn den zu Beginn der ersten Periode angelegten Geldbetrag, K den am Ende der n-ten Periode verfügbaren Geldbetrag, i den 0 Zinssatz, n die Anzahl der Perioden. Der hier beschriebene Zusammenhang betrifft die in der Praxis am häufigsten auftretende Form der sog. »nachschüssigen« Verzinsung