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Zweizahlungsfall

Zweizahlungsfall ist ein Zahlungsvorgang, bestehend aus lediglich zwei Zahlungen mit unterschiedlichem Vorzeichen. Die einfachste denkbare Investition besteht aus einer jetzigen Auszahlung und einer späteren Einzahlung. Entsprechend besteht die einfachste Finanzierung aus einer heutigen Einzahlung und einer späteren Auszahlung.

Der Zweizahlungsfall kommt häufig vor. Wer Edelmetalle, Grundstücke, Kunstwerke, Diamanten oder Zero-Bonds (Nullkupon-Anleihen) kauft, sie eine bestimmte Zeit hält, um sie danach zu versilbern, hat Zweizahlungs-Investitionen getätigt. Wer Lieferantenkredite oder Kundenanzahlungen beansprucht oder Wechsel diskontiert nutzt Zweizahlungs-Finanzierungen.

Der Effektivzinssatz beim Zweizahlungsfall errechnet sich aus dem Quotienten der späteren und der heutigen Zahlung nach der Zweizahlungs-Formel.

Beispiel:
(1) Ein Investor hat vor n = 10 Jahren ein Grundstück für K0 = 100 000DM erstanden, das er heute für Kn = 200 000 DM verkauft. Wie hoch ist der interne Zinssatz r dieser Investition?

r = 0,0718 = 7,18 (% p. J.)

(2) Ein Unternehmer erhält eine Rechnung für Büromaterial über 1000DM. Falls er innerhalb von 10 Tagen zahlt, kann er zwei Prozent Skonto abziehen und 980 DM überweisen. Spätestens am 30. Tage ist der volle Rechnungsbetrag von 1 000 DM fällig. Zinspflichtig sind also v = (30 -10) = 20 Tage. Wie hoch ist der effektive Jahreszinssatz des Lieferantenkredits?

r = 0,4459 = 44,59 (% p. J.)

 

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