In der Wirtschaftssoziologie: Bezeichnung für die Beseitigung oder wenigstens Verminderung kognitiver Dissonanz durch Veränderung der kognitiven Elemente, die die Dissonanz hervorrufen. L. Festinger (1957) nennt als Möglichkeiten der Dissonanzreduktion die Veränderung der Kognitionen über das eigene Verhalten, die Veränderung von Kognitionen über die Realität und die Aufnahme neuer Kognitionen. So könnte ein Raucher, der von der krebsfördernden Wirkung des Rauchens erfährt, das Rauchen einstellen oder sich einreden, die von ihm bevorzugte Zigarettenmarke sei nicht gesundheitsschädlich, oder sich weiteres Informationsmaterialbeschaffen, in dem der kausale Zusammenhang zwischen dem Rauchen und Lungenkrebs bestritten wird.