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Mass Customization
Maßgeschneiderte Massenfertigung bedeutet in erster Linie Produktdifferenzierung durch Varietät, das heißt die Erstellung von Produkten in so vielen Varianten, dass die Wünsche jedes relevanten Kunden erfüllt werden. Sie unterscheidet sich damit von der handwerklichen Maßanfertigung, die insbesondere bei Kleidung und Schuhen, aber z.B. auch bei Fahrzeugen bekannt ist und nur zu vergleichsweise hohen Preisen erfolgen kann. Weite Teile der Wertschöpfungskette werden erst angestoßen, wenn ein Kundenauftrag vorliegt. Durch den Einbezug des Kunden ( Kundenintegration ) werden dem Unternehmen Marktforschungsinformationen zur Verfügung gestellt, die sich vor allem durch viel höhere Aktualität und Präzision auszeichnen. Statt langem Vorlauf über Produktentwicklungen, Produkttests, Messevorstellungen, Orderzyklen, Wiederbeschaffungs- und Lagerzeiten werden Vertrieb, Marktforschung und Entwicklung in eine Stufe integriert: in die Interaktion mit den Kunden und die Produktkonfiguration. Daran schließen sich ebenfalls ohne Verzögerung die Leistungserstellungsprozesse an. Auch beruhen viele der besonderen Profit- und Kostensenkungspotentiale der Mass Customization (Economies of Mass Customization) auf diesem zeitgerechten Wirtschaften. Diese zunehmende Individualisierung von Produkten stellt damit auch die Hersteller von Werkzeugmaschinen und Fertigungssystemen vor neue Herausforderungen. Agile, rekonfigurierbare Fertigungssysteme bilden heute die Basis zur Realisierung einer maßgeschneiderten Massenfertigung.
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