Wirtschaftslexikon
  Wirtschaftslexikon A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
             
 

 

 

Ablaufplanung, Dilemma der

Von Gutenberg beschriebener Zielkonflikt zwischen einer möglichst hohen Auslastung der Ressourcen und der Reduzierung der Durchlaufzeit von Produktionsaufträgen. Damit sich die Investitionen amortisieren, müssen die Maschinen und Anlagen produktiv genutzt werden. Insofern ist eine Maximierung der Kapazitätsauslastung anzustreben. Dies setzt eine perfekte zeitliche Abstimmung von Kapazitätsangebot und -nachfrage voraus. Unter stochastischen Bedingungen (schwankende Nachfragemengen, variierende Arbeitsanforderungen, Störungen etc.) ist dies jedoch nicht möglich. Damit kommt es zu Warteschlangen vor den Arbeitssystemen. Bei hoher Arbeitsbelastung wird der zwischenzeitliche Abbau der Warteschlangen nur selten möglich sein. Wenn stattdessen in stochastischen Abständen mit gleichbleibender Intensität weitere Aufträge eintreffen, verlängern sich die Warteschlangen. Wegen der längeren Wartezeiten erhöhen sich aber die Durchlaufzeiten. Lange Durchlaufzeiten führen zu hohen Beständen an unfertigen Erzeugnissen, die Kapitalbindungskosten verursachen. Aus Kundensicht führen lange Wartezeiten zu verzögerter Belieferung und damit zu unbefriedigendem Service. Unter Kosten- und Service- Aspekten ist es daher nicht ratsam, die Auslastung zu maximieren.

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Ablaufplanung
Ablaufpolitik

 

 
     
           
Weitere Begriffe : Kommanditgesellschaft (KG) Wandelanleihen Kreditoren
Wirtschaftslexikon. | Copyright © 2005-2008 All rights reserved. www.wirtschaftslexikon24.net | Impressum