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Marktverhaltensweisen

[s.a. Marktformen] Die Betrachtung des Marktes nach Verhaltensweisen der Marktpartner geht auf Frisch und Schneider zurück (vgl. Tietz, 1993b, S. 114). Sie gehen davon aus, dass die Daten der Absatzpolitik in der Regel nicht bekannt sind. Ebenfalls wird angenommen, dass weder die Reaktion der Nachfrager noch die der Konkurrenten bekannt sind. Dieses fehlende Wissen wird durch bestimmte Erwartungen auf Seiten des Unternehmens kompensiert. Unterschieden werden zwei Marktformen mit den dazugehörigen Verhaltensweisen des Unternehmens:

- Ein Unternehmen rechnet damit, dass sein Absatz nur von den eigenen preispolitischen Maßnahmen und dem Verhalten der Käufer abhängt, nicht dagegen vom Verhalten der Konkurrenten (monopolistische Verhaltensweise).

- Ein Unternehmen glaubt, dass neben den eigenen preispolitischen Maßnahmen und dem Verhalten der Konsumenten auch das Verhalten der Konkurrenten einen Einfluss auf die absetzbaren Mengen hat (konkurrenzgebundene Verhaltensweise).

Die konkurrenzgebundenen Verhaltensweisen gliedert Schneider weiter in polypolis-tische und oligopolistische Verhaltensweisen. Bei der polypolistischen Verhaltensweise rechnet der Unternehmer zwar mit einem Einfluss der Konkurrenten auf seine Absatzmenge, aber er rechnet nicht mit Rückwirkungen der Konkurrenten auf seine eigenen Maßnahmen. Bei einem oligo-polistischen Verhalten rechnet der Unternehmer mit diesen Rückwirkungen.

 

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