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Nord-Süd-Dialog

Sammelbegriff für eine Reihe von Versuchen vornehmlich in den siebziger und frühen achtziger Jahren, das Verhältnis zwischen Industrie- und Entwicklungsländern neu zu ordnen. Zu den wichtigsten Diskussionsthemen zählen Entwicklungs-, Rohstoff-, Handels-, Währungs- und Verschuldungsfragen. Verhandlungsforen sind die United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD), die Organisation für Industrielle Entwicklung der Vereinten Nationeni der 1974 gegründete Entwicklungsausschuß der Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF). Die Konferenz über Internationale Wirtschaftliche Zusammenarbeit (KIWZ) endete 1977 in Paris ohne Ergebnis. Anstöße für den Nord-Süd-Dialog gingen auch von der Ende 1977 gegründeten Unabhängigen Kommission für Internationale Entwicklungsfragen (Brandt-Kommission) aus.
Seit Mitte der achtziger Jahre hat der Nord-Süd-Dialog insbesondere in der öffentlichen Wahrnehmung an Bedeutung verloren. Gründe hierfür sind unter anderem das stärker werdende Gefälle der wirtschaftlichen Entwicklung zwischen den Entwicklungsländern, die mit dem Verfall der Rohstoffpreise sich weiter verschärfende wirtschaftliche und politische Schwäche vieler Entwicklungsländer sowie die aus dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme resultierenden Probleme der internationalen Politik.

UNCTAD

 

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