In der BWL ist die Unterscheidung zwischen Geld und Mengenrechnung üblich. Jede Rechnung beinhaltet aber auch Zeitkomponenten, die meist nicht explizit herausgestellt werden. Der Gegensatz zwischen Zeitpunkt und Zeitraumrechnung bildet die Grundlage der wichtigsten Teile des Rechnungswesens (Bilanz und G. u. V-Rechnung). Ebenso stellt die Kostenrechnung eine Zeitraumrechnung dar, doch werden die Stückkosten als Zeitpunktwert behandelt, obgleich auch sie ein Zeitraumdurchschnittswert sind. Der Charakter von betrieblichen Rechnungen als Z. wird bei der Planungsrechnung besonders deutlich, die nicht nur Zeitraumuntersuchungen anstellt (Gesamtpläne), sondern oft Zeitpunktwerte (Finanzpläne, insbes. Liquiditätsplan) feststellt. Daneben werden insbesondere bei derProjektplanung Z. angestellt. Bei derErarbeitung von Netzplänen (PERT) wird zunächst der Zeitverbrauch fürdie Projektabwicklung ermittelt und dieser in Kombination mit Kostenwerten für unterschiedliche realisierbare Durchlaufzeiten als Optimierungsbasis verwendet. Ebenso werden in Umschlagsrechnungen, Investitionsrechnungen und Verfahrensvergleichen die Elemente der Z. deutlich.