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Manufaktur

(lateinisch: manu facere = mit der Hand machen) Frühe Form von Fabriken, die im Merkantilismus entstanden. Es handelt sich dabei um Betriebe, die einen größeren Bedarf (Massenbedarf) durch Produktion vereinheitlichter Güter für einen größeren Markt decken. Die nach handwerklichen Verfahren arbeitenden Beschäftigten sind dabei in einer Betriebsstätte zusammengefaßt, in der bereits Arbeitsteilung herrscht. Insofern ist die Manufaktur Vorläuferin der Industrie. Das damalige Staatswesen entwickelte einen Bedarf an Bewaffnung und Ausrüstung der Heere sowie an Luxusgütern, letztere wurden später (18. und 19. Jahrhundert) auch vom Großbürgertum nachgefragt. Dies bewirkte die Produktion von in Qualität und Stil hochwertigen Gegenständen (Möbel, Gobelins, Porzellan, Glas usw.), die sich teilweise bis heute erhalten hat (z.B. Meißen, Nymphenburg für Porzellan).

 

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