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Guerilla-Marketing

hat zwei Bedeutungen:
1. Es bezieht sich auf die Methode kleiner Unternehmen, Marktnischen zu finden, in denen sie nicht den Wettbewerb großer Gegner fürchten müssen. Hierbei setzen sie auf ihre effiziente, flexible Organisationsstruktur. In der Regel wird die Nische als Basis für den Einstieg in einen größeren, beziehungsweise attraktiveren Markt genützt.
2. Die Strategie, Wettbewerber mit Schlägen unter die Gürtellinie zu zermürben. Hierbei landet der Guerilla jeweils eine schnelle Attacke und zieht sich zurück, sobald der angegriffene Konkurrent reagiert.
Unternehmen sehen vielfach dann die Voraussetzung für Guerilla-Marketing gegeben, wenn sich ein Konkurrenzkampf mit einem ungleich größeren Wettbewerber entwickelt hat. Das Motto „Faust statt Fairness" ist gesellschaftsfähig geworden, nachdem das französische Managementinstitut ESLSCA jetzt sogar eine Ecole de Guerre Economique, eine Schule der wirtschaftlichen Kriegsführung, gegründet hat. Guerilla-Taktiken führen unter folgenden Voraussetzungen zum Erfolg:
- Der Angreifer muss seine eigenen verwundbaren Stellen kennen und sichern, bevor er offensiv wird.
- Der Angreifer muss alle Voraussetzungen schaffen, dass er seine Offensive kraftvoll, schnell und sicher bis zum Abschluss führen kann. Sonst findet der Gegner
Zeit, Gegenmaßnahmen einzuleiten.
- Der Angreifer muss die gegnerische Schwachstelle, die er angreifen will, genau kennen.
- Wenn der Attackierende Mitbewerber findet, die den Angriff mittragen, eröffnen sich für den Angegriffenen mehrere Fronten.
- Der Angriff muss für den Gegner überraschend sein. Er darf keine Zeit mehr finden, Gegenmaßnahmen zu planen.
- Die Attacke muss ihn an einer besonders verwundbaren Stelle treffen, damit er durch Maßnahmen der Schadensbegrenzung in seinen Aktivitäten blockiert wird.
Beispiele: Werbeattacken: Ein typisches Beispiel für Guerilla-Marketing ist ein TV-Spot der Deutschen Telekom, mit dem sie ihren Konkurrenten D2 mit gegenüberstellender Werbung direkt angreift. Blockadetechniken: Der Wettbewerber wird durch Rechtseinsprüche in Genehmigungsverfahren sowie über Umweltschutzvorschriften, Gewerbe-
ordnungen und Bausatzungen gebremst. Isolation: Lieferanten werden gedrängt, den Konkurrenten nicht mehr zu bedienen.

 

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