Unter Massenkommunikation versteht man nach Maletzke (1972, S. 9) eine Kommunikation, deren Aussagen öffentlich durch technische Verbreitungsmittel (Massenmedien) bei räumlicher und/oder zeitlicher Distanz der Kommunikationspartner (Distanz) einseitig an ein disperses (voneinander getrenntes, zerstreutes) Publikum vermittelt werden. Im Unterschied zur direkten persönlichen Kommunikation (Face-to-Face-Kommunikation) liegt keine begrenzte, personell definierte Empfängerschaft vor; der Empfängerkreis ist durch eine geringe Homogenität gekennzeichnet. Die Kontaktfrequenz und Kontaktintensität sind gegenüber der Face-to-Face-Kommu-nikation gering, wobei die Distanz zwischen Sender und Empfänger groß ist und l.d.R. keine Rückkopplungen zwischen beiden möglich sind (Ein-Weg-Kommunikation). Durch die Entwicklungen der Neuen Medien (Multi-Media) werden bei bestimmten neuen Massenkommunikationsmitteln Rückkopplungen möglich. Die Wirkung der Massenkommunikation ist umstritten, es wird i.A. angenommen, dass die persönliche Kommunikation wirkungsvoller ist als die Massenkommunikation.