Unter dem Begriff Neoliberalismus werden alle Entwürfe für Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen zusammengefasst, die durch eine Erneuerung klassisch-liberalen Gedankengutes geprägt sind. Ihnen gemeinsam ist die Forderung nach einer deutlichen Beschränkung der Ausübungstaatlicher Macht zugunsten privater Verantwortlichkeit sowie die Sicherung des Wettbewerbs. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen neoliberaler Vorstellungen, etwa in Bezug auf die Frage, wie das Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und sozialem Ausgleich zu lösen ist. Wichtige Lösungsversuche in Deutschland sind die Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft durch Alfred Müller- Armack (1901 - 1978) sowie die Entwürfe der Ordoliberalen um Walter Eucken (1891 - 1950), auch als Freiburger Schule bekannt.
Auch in der Art. Grundgesetz Übersicht sind Vorgaben für eine gerechte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen verfasst.