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Stichprobe

ist eine Teilauswahl aus einer Gesamtheit, z.B. Prüfung von 30 Erbsendosen bei einer Lieferung von 1000 Stück. Die Stichprobe muß nach bestimmten Regeln der Statistik gezogen werden; ist dies der Fall, so kann man mit einer bestimmten Sicherheit von der Stichprobe auf die Gesamtheit schließen. Stichproben werden gezogen, weil Vollerhebungen nicht in Frage kommen (z. B. Wahlforschung) oder praktisch nicht möglich sind (z.B. Prüfung von Konserven durch den Handel; öffnet er alle, sind sie unverkäuflich).

bezeichnet eine endliche Teilmenge aus einer statistischen Gesamtheit. Eine statistische Gesamtheit oder Masse ist die Menge von Einheiten oder Elementen mit identisch gleichen Identifizierungsmerkmalen, wobei die Auswahl der Elemente endlich oder unendlich sein kann (Stichprobe aus endlicher oder unendlicher Gesamtheit). Mit Hilfe einer Stichprobe sollen Rückschlüsse auf die Gesamtheit gezogen oder ge-w1Sse Hypothesen bezüglich dieser Gesamtheit getestet werden. Eine Stichprobe muß daher die Gesamtheit möglichst gut widerspiegeln, d. h. sie soll repräsentativ sein. Stichproben können ausgewählt werden als: (1) Nichzufällige Stichproben (Auswahlverfahren). Diese haben den Nachteil, daß der Fehler, der durch die Nichtumfassung aller Elemente der Gesamtheit entsteht (Stichproben oder Auswahlfehler), nicht berechenbar ist. (2) Zufällige Stichproben. Bei ihnen bestimmt eine zufallsgesteuerte Auswahl (Zufallsauswahl
), welche Elemente in der Teilerhebung erfaßt werden. Jedes Element hat so eine von Null verschiedene Wahrscheinlichkeit, in die Auswahl zu kommen, so daß der Auswahlfehler berechenbar ist. Das ist Veranlassung, mitunter lediglich zufallsgesteuerte Stichproben als »Stichproben« zu bezeichnen. Neben der einfachen bzw. uneingeschränkten Stichprobe, für die alle Elemente der Gesamtheit die gleiche und vom Umfang der Stichprobe abhängige Wahrscheinlichkeit haben, ausgewählt zu werden, sind die geschichtete Stichprobe, die Klumpenstichprobe und mehrstufige Auswahl zu nennen.

 

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