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Target Pricing
Target Pricing stellt eine Form der marktorientierten Preisfestlegung dar, bei der sowohl Kosten- als auch Nutzenaspekte beachtet werden. Im Rahmen des Target Pricing erfolgt die Preisbestimmung anhand eines retrograd-progressiven Prozesses, bei dem zum einen die Nutzenvorstellungen der Abnehmer bezüglich der betreffenden Produkte bzw. Leistungen analysiert werden und darauf basierend die den Nutzenerwartungen entsprechend realisierbaren Handelsabgabe- bzw. Endverbraucherpreise ermittelt werden. Diese werden den unter Kostengesichtspunkten ermittelten Präsuntergrenzen gegenübergestellt und es findet eine Überprüfung statt, ob diese Preisuntergrenzen eingehalten werden können (vgl. Meffert, 2000, S. 527f.).
In engem Zusammenhang mit dem Target Pricing ist das Target Costing zu betrachten. Hierbei ist es das Ziel, bereits in frühen Phasen der Produktentwicklung bzw. -einführung Kostenplanungen durchzuführen und das Kostenmanagement marktorientiert auszugestalten (vgl. Kotler/ Armstrong, 2001, S. 376). Beim Target Costing werden die auf dem Markt »zulässigen« Kosten (»allowable costs«) als Differenz zwischen dem geschätzten realisierbaren Zielverkaufspreis und dem von dem Unternehmen geforderten Mindestgewinn retrograd ermittelt. Im Rahmen einer progressiven Vorgehensweise werden weiterhin die Selbstkosten (»drifting costs«) des Unternehmens durch Kalkulation auf Basis bisheriger bzw. geschätzter eigener Standardkosten ermittelt. Durch Gegenüberstellung von »allowable costs« und »drifting costs« werden die Zielkosten (»target costs«) für das betreffende Produkt bzw. die Leistung festgelegt (vgl. Horväth, 1998, S. 521ff.).
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