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Kameralismus
beschreibt die preußische Spielart des Merkantilismus. Die Bezeichnung Kameralismus leitet sich von »Camera« (Schatzkammer) ab, denn Ziel des Kameralismus, der auch als »Fürstenwohlstandslehre« bezeichnet wurde, bestand darin, einerseits durch zahlreiche verkehrspolitische, arbeitsrechtliche und bevölkerungspolitische Maßnahmen die ökonomische Leistungsfähigkeit und damit auch Besteuerbarkeit eines Landes bzw. seiner Bevölkerung zu erhöhen und zum anderen durch die Einrichtung staatlicher Manufakturen und Domänen den Staat zu einem wichtigen wertschöpfungsintensiven Produzenten zu machen. Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen des Kameralismus sind im Wesentlichen die gleichen wie die des Merkantilismus. Während aber »Träger« des Merkantilismus in England und Frankreich im Wesentlichen die Kaufleute waren, waren die Träger des preußischen Kameralismus die Beamten bzw. Staatsbediensteten.
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