| |
|
|
Wechselkurse, flexible
Bei flexiblen Wechselkursen wird der Preis der Währungen ausschließlich durch Marktprozesse — also Angebot und Nachfrage — bestimmt. Tatsächlich wird die Preisbildung allerdings immer wieder durch Eingriffe der Zentralbanken (Managed Floating) beeinflusst. Dies kann etwa bei Spekulationsattacken nötig werden. Wechselkursveränderungen können auch helfen, bestimmte Ziele der nationalen Wirtschaftspolitik zu erreichen. So kann eine Intervention (Währungskäufe) der Zentralbank am Devisenmarkt zur Währungsaufwertung führen, was die Preisstabilität im Inland von der außenwirtschaftlichen Seite her absichert: Die Importe verbilligen sich, was auch die einheimischen Wettbewerber zwingt, ihre Preise zu senken, gleichzeitig verteuern sich die Exporte, womit sie sich auf den Auslandsmärkten schlechter absetzen lassen, was wiederum die inländische Konjunktur abkühlt und damit den Preisanstieg verlangsamt. In der Vergangenheit gab es nur kurzzeitig völlig frei schwankende Wechselkurse zwischen den größeren Währungen, etwa unmittelbar nach Ende des Bretton-Woods-Systems. Die Verfechter flexibler Wechselkurse hofften, dass die Anpassung der Wechselkurse automatisch über die ökonomische Stärke bzw. Schwäche eines Landes erfolgen würde (Kaufkraftparitätentheorie). In Wirklichkeit wurden diese Erwartungen nur selten erfüllt, so dass andere Wechselkurssysteme in den Vordergrund rückten.
Diese Seite als Bookmark speichern :
<< vorhergehender Begriff |
|
nächster Begriff >> |
|
|
|
|
|
|
|