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Desinvestitionen
»Die Desinvestition ist eine strategische Entscheidung, die über eine Anpassung des Produktprogramms und/oder des Potenzialsystems (leistungswirtschaftlicher Aspekt) an Unternehmensteilen zu einer Reduzierung der Kapitalbmdung (finanzwirtschaftlicher Aspekt) führt« (Gehrke, 1999, S. 15).
Im internationalen Kontext ist damit eine Umkehrung der Internationalisierung von Unternehmensprozessen verbunden, so dass es sich hier in Abgrenzung zu Direktinvestitionen um einen Rückzug aus dem internationalen Engagement handelt.
Internationale Desinvestitionen sind insbesondere dann zu erwarten, wenn
- die Konkurrenzvorteile gegenüber ausländischen Unternehmungen verloren gegangen sind
- zwar Konkurrenzvorteile bestehen, das Unternehmen es jedoch nicht länger für profitabel hält, diese Vorteile zu in-temalisieren
- eine Unternehmung es nicht mehr länger für profitabel hält, die vorhandenen intemalisierten Konkurrenzvorteile im Ausland zu nutzen (vgl. Welge, 1989, Sp. 280).
Im Gegensatz zu anderen verwandten Themengebieten, wie z.B. Investitionen, sind die theoretischen und empirischen Ansätze zur Erklärung von Desinvestitionsentschei-dungen noch vergleichsweise unterentwickelt. Einen Überblick dazu gibt Gehrke (1999, S. 2f£).
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