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Effektivverzinsung
im Unterschied zur Nominalverzinsung (Nominalzins) tatsächliche Rendite.
Einerseits ist die Effektivverzinsung der tatsächliche Ertrag eines Investments (Geldanlage), der in einem Jahr mit einem bestimmten Kapitaleinsatz in Form von laufenden Erträgen (z.B. Zinsen) und einmaligen Erträgen (z.B. Disagio) unter Berücksichtigung von Laufzeit, Zinszahlungs- und Tilgungsterminen erzielt werden kann. Andererseits kann unter Effektivverzinsung auch die tatsächliche Kostenbelastung für eine Kreditinanspruchnahme durch laufende Kosten (z.B. Zinsen) und einmalige Kosten (z.B. Provisionen, Gebühren) unter Berücksichtigung von Zinszahlungs- und Tilgungsterminen verstanden werden. Die Effektivverzinsung wird u.a. berechnet, um alternative Anlage- bzw. Finanzierungsangebote mit unterschiedlichen Konditionen miteinander vergleichen zu können.
1. bei Abzahlungskrediten (Ratenkredite) ist es üblich, die Zinsen pro Monat anzugeben sowie Bearbeitungs-, Vermittlungs-, Versicherungsprämien usw. aufzuschlagen. Zinsen und sämtliche Nebenkosten ergeben die sogenannte Effektivverzinsung, die vom nominellen Zins mitunter erheblich abweichen kann. Sie läßt sich finanzmathematisch errechnen. Für den täglichen Gebrauch läßt sich die Effektivverzinsung mit der »Uniform-Methode« relativ genau errechnen:
Die effektive Verzinsung pro Jahr beträgt also 30, 75%. Zu berücksichtigen ist, daß je nach Laufzeit des Kredits bei dieser Methode Unterschiede zur exakten, finanzmathematischen Methode auftreten können, die insbesondere bei längeren Laufzeiten (ab 5 Jahren) zu Ungenauigkeiten fuhren. Übersteigt die Effektivverzinsung ein bestimmtes Maß, kann der Darlehensvertrag nach § 138 BGB nichtig sein, l.bei- Wertpapieren wird damit der tatsächliche, von der Nominalverzinsung abweichende Ertrag bezeichnet. Bei Aktien errechnet er sich aus Ertrag (Dividende) dividiert durch Kurs + Spesen. Für festverzinsliche Wertpapiere kann folgende Faustformel verwendet werden:
Unter Effektivverzinsung versteht man die tatsächlichen Kosten eines Kredits. Neben den Kreditzinsen sind bei der Bestimmung dieser wirklichen Kosten zum Beispiel auch die Bearbeitungsgebühren heranzuziehen.
Von Effektivverzinsung spricht man auch bei der Bestimmung der tatsächlichen Verzinsung eines Wertpapiers, die vom Nominalzins abweicht, da noch andere Faktoren bei der tatsächlichen Zinsbestimmung (oder auch Bestimmung einer Dividende) Berücksichtigung finden, (Rendite.)
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