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Konsortialkredit

Ein internationaler Konsortialkredit wird von mehr als einem Finanzinstitut (Konsortium) einem Kreditnehmer zur Verfügung gestellt, der in einem anderen Land als die Kreditgeber seinen Sitz hat. Von einem Inlandskredit unterscheidet er sich dadurch, dass durch die Kreditvergabe nationale Grenzen überschritten werden und i.d.R. die kreditierte Währung von der Landeswährung des Schuldners und/oder des Kreditgebers abweicht.

Konsortialkredite erlangten ihre größte Bedeutung in der ersten Ölpreiskrise 1973. Auf Grund eines verdreifachten Weltkreditvolumens erweiterte sich der Markt für Konsortialbanken nicht nur auf große Geschäftsbanken, sondern auch auf eine Vielzahl mittlerer bis kleinerer Regionalbanken. Westliche Industriestaaten, aber vor allem die nicht-ölexportierenden Entwicklungsländer (allen voran lateinamerikanische Staaten), benötigten den internationalen Kreditmarkt zur Finanzierung ihrer Leistungsbilanzdefizite. Diese wurden in einem erheblichen Umfang von Privatbanken (Konsortialbanken) gedeckt.

Mit einer zunehmenden Überschuldung vieler Länder (internationale Verschuldungskrise, die mittlerweile über 40 Länder erfasst) nahm der internationale Konsortialkredit an Bedeutung ab, so dass die ehemals beherrschende Rolle des Konsortialkredits auf den internationalen Märkten seit Ende der achtziger Jahre stetig zurückgeht (vgl. Androsch/Plank, 1989, Sp. 1134E).

 

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