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Betriebsbuchhaltung

Ältere, den Abrechnungsaspekt betonende Bezeichnung für Kosten- und Erlösrechnung.


Sie ist ein wesentlicher Teil des betrieblichen Rechnungswesens und durchdringt rechnerisch den Ablauf der Leistungserstellung. Die Quellen des Betriebserfolgs werden durch die Analyse der Kosten und der Leistungen ermittelt. Die Betriebsbuchhaltung ist eine kurzfristige Rechnung (Quartals- oder Monatsrechnung). Ihre Aufgaben bestehen in der kurzfristigen Ermittlung des Betriebserfolgs und in der Kontrolle der Wirtschaftlichkeit der Betriebsgebarung. Die in der Betriebsbuchhaltung gewonnenen Zahlen können auch als Grundlage für andere Zweige des Rechnungswesens dienen (Finanzbuchhaltung). Die Betriebsbuchhaltung zum Beispiel nach dem Gemeinschaftskonten-rahmen der Industrie (Kontenrahmen) umfaßt die

a) Kostenartenrechnung (Kontenklasse 4)

b) Kostenstellenrechnung (Kontenklassen 5 und 6)

c) Kostenträgerrechnung (Kontenklassen
7 bis 9).

Zu diesen Hauptrechnungsgebieten treten häufig Nebenbuchhaltungen (Hilfsrechnungen), die der Kostenartenrechnung vorgelagert sind. Hauptsächlich gehören dazu die

1. Material- und Magazinbuchhaltung

2. die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung

3. die Anlagenbuchhaltung.

Betriebsbuchhaltung und Kontensystem stehen insofern in Verbindung, als der Betriebsbuchhaltung die Kontenklassen 4 bis 7 zuzuteilen sind, also die Konten der betrieblichen Abrechnung und der Leistungsabrechnung. Zu diesen zählen auch die Konten, auf denen Halb- und Fertigfabrikate geführt werden. Außerdem können mitunter in die Betriebsbuchhaltung auch die Kontenklassen 3 und 8 noch aufgenommen werden, also die Rohstoffbestände und die Erträge. In der Klasse 9 werden schließlich die Kostenträgerergebniskonten sowie das Betriebsergebniskonto geführt. (siehe auch Einkreissystem und Zweikreissystem, Kontenrahmen).

Mit Hilfe der Betriebsbuchhaltung, auch Betriebsabrechnung genannt, werden die gesamten Ergebnisse der » Kosten und Leistungsrechnung in tabellarischer oder kontenmäßiger Form erfaßt. Gemäß dem Gemeinschaftskontenrahmen der Industrie (1949) kann die B. analog zur Kostenrechnung in eineKostenartenrechnung (Kontenklasse 4), eine Kostenstellenrechnung (Kontenklasse 5 und 6), in eine Kostenträgerzeit und Betriebsergebnisrechnung (Kontenklasse 7 und 9) unterteilt werden. Weiterhin gehören zur B. die der Kostenartenrechnung vorgelagerten Nebenbuchhaltungen, wie z. B. die Material, die Lohn und Gehaltssowie die Anlagenbuchhaltung. Ein kontenmäßiger (doppischer) Aufbau der B. weist jedoch insbesondere für Groß Unternehmen mehr Nachteile als Vorzüge auf. Aus diesem Grund e geht die Entwicklung zu kontenfreien, rein tabellarisch durchgeführten, flexibleren und starke Detaillierungsmög lichkeiten bietenden Systemen der B. Die Vorteile eines solchen Buchhal tungssystems liegen im Wegfall von Gegenbuchungen, der besseren Bear beitungsfähigkeit durch ADVAnla gen, der Möglichkeit, von der Fi nanzbuchhaltung unabhängige Ab schlüsse aufzustellen und der pro blemloseren Erstellung von Stati stiken. Die fehlende Doppik erfor dert gegebenenfalls zusätzliche Ab stimmungsarbeiten.

 

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