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Internationale Arbeitsorganisation (IAO)
International Labor Organization (ILO), Organisation Internationale du Travail (OIT) 1919 unter der Schirmherrschaft des Völkerbundes gegründet, wurde die Internationale Arbeitsorganisation 1946 zur ersten Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Ziele der Organisation mit Sitz in Genf sind die weltweite Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen, die Erschließung neuer Beschäftigungsfelder sowie die Anerkennung der Menschenrechte in der Arbeitswelt. Die Aktivitäten der Organisation erstrecken sich auf die internationale Standardisierung der Arbeits- und Sozialnormen, die in ratifizierungsbedürftigen Übereinkommen oder Empfehlungen formuliert werden, die arbeitswissenschaftliche Forschung und Dokumentation sowie die Gewährung von Technischer Hilfe an Entwicklungsländer. Die Ratifikation eines Übereinkommens verpflichtet die Mitgliedstaaten, die nationalen Gesetzgebungen entsprechend anzupassen und sich der Berichtspflicht gegenüber der Internationalen Arbeitsorganisation zu unterwerfen. Bis Ende 1994 wurden 175 Übereinkommen geschlossen. Ständige Organe der 1996 173 Staaten umfassenden Internationalen Arbeitsorganisation sind die jährliche Internationale Arbeitskonferenz (ILC), auf der jeder Mitgliedstaat durch zwei Delegierte seiner Regierung und je einen Delegierten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber vertreten ist, der Verwaltungsrat, das Internationale Arbeitsamt (IAA) als Sekretariat der Organisation, das Verwaltungsgericht der Internationalen Arbeitsorganisation sowie Hilfs- und Unterorgane und rechtlich autonome Institute wie das Internationale Institut für Arbeitsfragen. Weltweit unterhält die Organisation zudem 40 Außenstellen.
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