Wirtschaftslexikon
  Wirtschaftslexikon A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
             
 

 

 

Total Quality Management

Als Total Quality Management (totales Qualitäts-Management, TQM) bezeichnet man die durchgängige, fortwährende und alle Bereiche einer Organisation (Unternehmen, Institution,etc.) erfassende aufzeichnende, sichtende, organisierende und kontrollierende Tätigkeit, die dazu dient, Qualität als Systemziel einzuführen und dauerhaft zu garantieren.

Das verbreiteste TQM-Konzept in Deutschland ist das EFQM-Modell für Business Excellence der European Foundation for Quality Management (http://www.efqm.org). Dieses Modell hat einen ganzheitlichen, ergebnisorientierten Ansatz. Die Kriterien dieses Modells werden zur Vergabe des wichtigsten deutschen Qualitätspreis, dem Ludwig Erhard Preis herangezogen.

Das Total Quality Management (TQM) auch als (Total) Quality Control oder Company Wide Quality Control bezeichnet will mit präventiven Maßnahmen Fehler bei der Leistungserstellung und Leistungsverwertung (Leistung) vermeiden. Das Total in TQM
bedeutet, dass das gesamte 4 Unternehmen mit allen Geschäftsbereichen in die Qualitätsverbesserung einbezogen wird (Qualität). Mit Management sind alle Führungs , Planungs , Steuerungs , Implementierungsprozesse wie auch die Überwachungstätigkeit und Kontrollen gemeint, die Aufgaben des dispositiven Faktors sind. TQM ist zugleich eine Unternehmensstrategie, welche die Käuferzufriedenheit in den Mittelpunkt des Unternehmens stellt. Die Elemente des TQM sind: Führen mit Qualitätszielen, Käuferorientierung des gesamten Unternehmens, Befassung mit den externen wie auch den internen Abnehmern der Produkte, Lieferantenbeziehungen auf Qualitätseinhaltung überwachen, Null Fehler Programm, Arbeiten und Denken in Prozessen, kontinuierliche Verbesserung, Ausrichten aller Mitarbeiter auf die Qualitätsaspekte, kontinuierliche Schulung und Weiterbildung und regelmäßige Managementaudits.

Das TQM ist nicht Angelegenheit einer Qualitätskontroll oder einer Qualitätsprüfabteilung (Qualitätskontrolle), sondern eine Angelegenheit des ganzen Unternehmens vom unteren Mitarbeiter bis zum Top Management. Vorbeugende Prozessplanung muss dazu führen, dass auf das nachträgliche Prüfen weitgehend verzichtet werden kann. Beim Einkauf ist nicht der niedrigste Preis entscheidend, sondern die Einhaltung einer bestimmten Produktqualität. In Teamarbeit müssen alle Probleme während der Produktion und beim Einsatz des Produktes vorausgesehen werden. Es ist ein Klima für positive Veränderungen zu schaffen. Widerstände gegenüber Veränderungen sind zu überwinden. Verbesserungen werden als neue Arbeitsmethoden standardisiert. Der japanische Begriff für Verbesserungen heißt Kaizen, und in Deutschland heißt er «kontinuierlicher Verbesserungsprozess». Ein wichtiger Baustein im Zusammenhang mit der Weckung des Qualitätsinteresses ist die Schaffung von Qualitätszirkeln.

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Total Productive Maintenance (TPM)
Total Quality Management (TQM)

 

 
     
           
Weitere Begriffe : Zwischenbetrieblicher Vergleich Dubiose Selling Center
Wirtschaftslexikon. | Copyright © 2005-2008 All rights reserved. www.wirtschaftslexikon24.net | Impressum