Wirtschaftslexikon
  Wirtschaftslexikon A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
             
 

 

 

Break ven nalyse

(engl. cost volume profit analysis) In einer Break ven nalyse (auch: Gewinnschwellen , Nutzschwellen , Deckungspunktanalyse) wird der Zusammenhang zwischen Erlös, Kosten und Erfolg (siehe auch Erfolgsrechnung) in Abhängigkeit vom Beschäftigungsgrad untersucht und für die Erfolgsplanung und analyse genutzt. An der Gewinnschwelle (Break ven Punkt) entspricht die Summe aus fixen und variablen Kosten (Kosten, fixe; Kosten, variable) genau dem Erlös der abgesetzten Produktmenge. Mit der Break ven nalyse kann insbesondere untersucht werden, a) welcher Beschäftigungsgrad und welche Absatzmenge (Absatz) mindestens erforderlich sind, um einen angestrebten (positiven) Erfolg zu erzielen, b) welche Erfolgsauswirkungen Beschäftigungsschwankungen nach sich ziehen, c) bei welcher Absatzmenge die auszahlungswirksamen Kosten durch die einzahlungswirksamen Erlöse gedeckt werden.

Grundmodell (Einproduktfall): Im Grundmodell wird vereinfachend von lediglich einer abzusetzenden Produktart ausgegangen und die Break ven Menge bestimmt. Weitere Modellannahmen sind: keine 1 Lagerhaltung
, d. h. Produktionsmenge = Absatzmenge, konstante Produktpreise (p), zur Veränderung der Absatzmenge proportional verlaufende variable Kosten (konstante variable Stückkosten [`bar] ), gleich bleibende fixe Kosten (Kfix) bei unveränderlicher Kapazität.

Mehrproduktfall: Bei mehreren Produktarten existiert keine eindeutige Break ven Menge, sondern eine Vielzahl von Absatzmengenkombinationen, die zum Break ven Punkt führen. Da verschiedene Produktarten in die Analyse einbezogen werden, ist es auch nicht möglich, eine gemeinsame Absatzmenge zu bestimmen. Vielmehr sind die Absatzmengen der Produktarten mit den jeweiligen Stückpreisen zu gewichten und ein Break ven Umsatz (Umsatz) zu ermitteln. Dieser kann entweder als durchschnittlicher Break ven Umsatz bei konstantem mengenmäßigem Mischungsverhältnis der Produktarten oder unter Festlegung der Reihenfolge der abzusetzenden Produktarten berechnet werden. Bei j = 1,...,J Produktarten gilt für den durchschnittlichen Break ven Umsatz (UBEPm).

Erfolgt hingegen die Ermittlung des Break ven Umsatzes entsprechend einer festgelegten Reihenfolge (z. B. nach der Höhe des Verhältnisses von Deckungsbeitrag zu Umsatz = Deckungsbeitragsintensität) der abzusetzenden Produktarten, können die fixen Kosten entweder als Block behandelt (globale Fixkostenbehandlung) oder in produktart und unternehmensspezifische fixe Kosten aufgesplittet werden (differenzierte Fixkostenbehandlung).

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Braune Ware
Break ven-Punkt

 

 
     
           
Weitere Begriffe : Umwelt Verfahrenswahl Audit Committee
Wirtschaftslexikon. | Copyright © 2005-2008 All rights reserved. www.wirtschaftslexikon24.net | Impressum