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Neuer Markt

wurde am 10.3. 1997 gegründet als Segment der Frankfurter Wertpapierbörse (Wertpapiere, Börse) mit dem Ziel des Zusammenbringens von wachstumsstarken, innovativen (Innovation) Unternehmen und risikofreudigen Investoren. Für Unternehmen, die am Neuen Markt notiert sind, gelten erweiterte Vorschriften hinsichtlich der Rechnungslegung (nach IAS, US-GAAP, Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung mit Überleitung), um eine hohe Transparenz durch umfangreiche und qualitative Informationen für Investoren zu schaffen. Emittenten sind innovative Wachstumsunternehmen unterschiedlicher Branchen mit meist internationaler Ausrichtung.

neues Handelssegment der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) für Aktien kleiner und mittlerer wachstumstarker Unternehmen aus Branchen mit innovativen Produkten oder Dienstleistungen
. Zulassungsvoraussetzungen für Emittenten des Neuen Marktes: Emissionsvolumen mindestens 10 Mio. ?; Streubesitz möglichst (mindestens) 25 (15) Prozent; ausschließlich Stammaktien; Verpflichtung eines Betreuers zum Handel; Emissionsprospekt nach internationalen Standards; Haltepflicht der Aktionäre mindestens sechs Monate; Akzeptanz des Übernahmekodex; Publikationen in deutscher und englischer Sprache; Emission möglichst über 50 Prozent aus Kapitalerhöhung. Folgepflichten des Emittenten: Quartals- und Jahresberichte nach IAS bzw. US-GAAP, regelmäßige Analysten- und Investorenveranstaltungen.

Handelssegment der Wertpapierbörse, bei dem andere Zulassungsvoraussetzungen als bei den anderen drei Segmenten gelten. Zusätzlich wird ein am neuen Markt gehandelter Wert laufend von einem Market-Maker betreut, der auch den Emittenten in allen Fragen der Kapitalaufnahme laufend beraten soll.

Der Neue Markt wurde als Aktienmarkt speziell für junge innovative Unternehmen als Segment der Wertpapierbörse eingeführt. Die am Neuen Markt plazierten Unternehmen sind hauptsächlich im Hochtechnologiebereich engagiert. Die gehandelten Wachstumswerte bergen ein besonderes Risiko und zeichnen sich durch hohe Kursschwankungen aus. Der anfängliche Run auf die am Neuen Markt notierten Werte hat sich aufgrund der krisenhaften Entwicklung und enormer Kurseinbrüche etlicher hochgehandelter Newcomer abgeschwächt. Mittlerweile halten ernstzunehmende Analysten viele Unternehmen am Neuen Markt für unreif. Schlechtes Management und überforderte Vorstände stürzen die jungen Firmen in die Krise. Kritisiert wird die mangelhafte Informationspolitik der Börsenkandidaten und Emissionsbanken. Viele Ad-hoc-Mitteilungen gleichen eher Werbe- als Informationsmitteln für die Anleger und die Öffentlichkeit. Aktionärschützer bemängeln die geringen oder niedrigen Ausschüttungen an die Anleger (Dividende). Die Unternehmen, deren Werte am Neuen Markt notieren, haben oftmals eine hohe Cash Bunt Rate. Es stellt also ein Wagnis dar, in diese Werte zu investieren. Viele Anleger werden jedoch durch die Banken über die hohen Risiken nicht aufgeklärt. Unterläßt das Kreditinstitut bei der Anlageberatung Hinweise auf die Risiken, muß es für eventuell entstandene Schäden haften.

 

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Weitere Begriffe : Comision Econömica para America Latina y el Caribe (CEPALC) Long Straddle Orderscheck
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