Wirtschaftslexikon
  Wirtschaftslexikon A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
             
 

 

 

Zentralbankgeldmenge (ZBGM)

ist nach Ansicht der Monetaristen die entscheidende Größe zur Gestaltung der Wirtschaftspolitik seitens der Zentralbank. Die Deutsche Bundesbank richtet sich ebenfalls nach dieser Größe und weist deren Entwicklung laufend aus. Die Zentralbankgeldmenge besteht nach allgemeiner Festlegung aus den Zahlungsmitteln, die die Zentralbank geschaffen hat. Hierzu gehören Noten und Sichtguthaben (Bankguthaben, über die jederzeit verfügt werden kann). In der Bundesrepublik werden Münzen mit einbezogen, weil sie von der Deutschen Bundesbank in Umlauf gebracht werden, obgleich das Münzrecht beim Bund liegt. Die Deutsche Bundesbank faßt die Zentralbankgeldmenge jedoch etwas abweichend auf, indem sie hierzu den Bargeldumlauf (ohne Kassenbestände der Kreditinstitute) und das Mindestreserve-Soll zählt und zwar weil diese spezielle ZBGM hauptsächlich von der Bundesbank selbst beeinflußt wird, sie von den Geldanlagen der Privatpersonen relativ wenig berührt wird und in ihr die Geldschöpfung der Kreditinstitute gut ablesbar ist. Der Nachteil besteht darin, daß Änderungen der Zahlungsgewohnheiten oder Umbuchungen zwischen verschiedenen Arten von Einlagen Veränderungen der ZBGM anzeigen können, die effektiv nicht stattgefunden haben.

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Zentralbankgeld
Zentralbankguthaben

 

 
     
           
Weitere Begriffe : Marktstufen Warenwechsel Mitunternehmerschaft
Wirtschaftslexikon. | Copyright © 2005-2009 All rights reserved. www.wirtschaftslexikon24.net | Impressum