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Preisdifferenzierung

Spaltung an sich einheitlicher Preise
1. zur Abschöpfung unterschiedlicher Konsumentenrenten oder
2. zur Unterstützung bestimmter sozialer Gruppen, z. B.: verbilligte Eintrittskarten oder Nahverkehrstickets für Rentner, Schüler, Studenten, Arbeitslose.

Für ein grundsätzlich gleiches Produkt werden systematisch unter schiedliche Preise gefordert. Bezugsgrößen sind dabei

- der Raum: Auf verschiedenen, räumlich gut abgegrenzten Märkten werden unterschiedlich hohe Preise für das gleiche Gut gefordert (z.B. beim Dumping),

- die Zeit: In Abhängigkeit von ver schiedenen Zeitpunkten/-räumen werden für das gleiche Gut unter schiedliche Preise gefordert (z.B. je nach Saison),

- die Person: Je nach Person des Nachfragers werden verschieden hohe Preise für das gleiche Gut gefordert (z.B. bei Rentnern oder Studenten),

- die Menge: Für das gleiche Gut werden je nach Ausmaß der bezogenen Wareneinheiten unter schiedliche Grundpreise gefordert (z.B. gegenüber Großabnehmern),

- die Verwendung
: Je nach Einsatz wird für das gleiche Gut ein abweichender Preis verlangt (z.B. für gewerbliche Nutzung),

- die Funktion: Verschieden hohe Preise werden je nach Art und Umfang der mit einem Angebot verbundenen Nebenleistungen gefordert (z.B. in Form von Kundendienst),

- der Anspruch: Die abweichende Preisbereitschaft der Käufer wird genutzt (notwendigerweise nur gemeinsam mit Produktdifferenzierung, z.B. 1. Klasse-Angebot),

- die Markierung: Die abweichende Markenanmutung bei Käufern wird genutzt (notwendigerweise nur gemeinsam mit Produktdifferenzierung, z.B. als Zweitmarke).

Der Unterschied zum Rabatt liegt darin, daß bei der Preisdifferenzierung verschiedene Grundpreise gegeben sind, während bei der Rabattierung von einem einheitlichen Grundpreis ausgehend verschiedene Preisnach lässe in Ansatz gebracht werden.

Bei horizontaler (deglomerativer) Preisdifferenzierung erfolgt die künstliche Aufspaltung eines natürlichen Gesamtmarktes in Teilmärkte, bei vertikaler (agglomerativer) Preis differenzierung liegen gegebene, natürliche Einzelmärkte vor, die zu abweichenden Preisen führen.

Die Preisdifferenzierung setzt immer auch Marktsegmentierung voraus.

Siehe auch: Preispolitik

Die Preisdifferenzierung ist im Gegensatz zur Preisunifizierung der Absatz des Produktes eines Anbieters zu unterschiedlichen Preisen durch Marktsegmentierung. Die Preisdifferenzierung kann räumlich, zeitlich, personell, materiell, quantitativ oder qualitativ erfolgen. Die Preisdifferenzierung ist ein wichtiger Bestandteil der Preispolitik. Sie wird durchgeführt, um zusätzliche Gewinnchancen wahrzunehmen.

 

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