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Global Sourcing

internationale Beschaffungsaktivitäten zur Überwindung inlandsbedingter Lieferengpässe und Nutzung lohnkostenbedingter Preisvorteile.

Das Beschaffungsmanagement eines Unternehmens über Ländergrenzen hinweg. Weltumspannende Beschaffungsstrategien werden durch drei Entwicklungsfaktoren erleichtert:
• Moderne Kommunikationsmittel wie bspw. das Internet,
• die in Relation zu den Gesamtkosten niedrigen Transportkosten,
• das wachsende HerstellungsKnow-how in den Niedriglohnländern,
• die grenzüberschreitend gültigen Standards und
• die fallenden Handelsbarrieren.
Grenzüberschreitende Beschaffung gewinnt damit auch für den mittelständischen Einzelhandel zunehmend an Bedeutung. Nach einer entsprechenden Umfrage erklärten 53 Prozent, dass für sie ausländische Lieferanten an Bedeutung gewinnen werden und dass sich ihre Lieferantenstruktur entsprechend verändern werde. Bisher war für einen Lieferanten das Wettbewerbsumfeld überschaubar. Er konnte die Stärken und Schwächen seiner Wettbewerber einschätzen und entsprechend agieren. Durch die globale Beschaffungsstrategie seines Kunden wird für den Lieferanten auch der Konkurrenzkampf global. Global Marketing: Erschließung von Auslandsmärkten mit transregionalem Marketing Der Zulieferer kann sich in seiner Leistungsfähigkeit
am internationalen Wettbewerb orientieren und sich aus der geografischen Nähe zum Kunden einen Wettbewerbsvorsprung schaffen. Die Möglichkeit hierzu bieten ihm verschiedene Formen der Zusammenarbeit:
1. Die Wertschöpfungspartnerschaft: Die gemeinsame Optimierung der Wertschöpfungskette und ein gemeinsames Kostenengineering.
2. Das Design to Cost, die Zielkostenbetrachtung, bei der bereits im Vorfeld der Produktentwicklung der Marktpreis festgelegt wird. Hier kann der Zulieferer seine Zusammenarbeit anbieten, indem er für seinen Kunden Teile entwickelt, die die Produktion beschleunigen oder Ausfälle reduzieren. Somit wird nicht der Preis zum wettbewerbsentscheidenden Faktor, sondern das Kosten-senkungspotenzial, das er für den Kunden beinhaltet.
3. Projektmanagement in Projektteams: Die Beschaffung geht von der Einkaufsabteilung auf einen projektbezogenen Arbeitskreis, das Centre of Competence, über. Der Zulieferer kann hierzu als Gegenstück einen vertrieblichen Centre of Competence seinem Kunden zur Verfügung stellen.
4. Make-or-buy-Strategie: Kunden legen im Nutzenvergleich regelmäßig aufs Neue
fest, was sie in Eigenregie fertigen und welche Produktionsabschnitte sie externen Anbietern überlassen. Der Zulieferer prüft im Kundenunternehmen, zu welchen Make-Bereichen er für den Kunden wirtschaftlichere Buy-Angebote machen kann.
5. Datenaustausch: Kunden benötigen kurze Kommunikationswege zu ihren Lieferanten. Zulieferer können hier durch den Elektronischen Datenaustausch (EDI) die Chance bieten, die Prozesse zu koordinieren und die Reaktionszeiten zu verkürzen.
6. Einkaufsinformationssystem: Kunden mit mehreren Geschäftsbereichen und verschiedenen Fertigungsstandorten entwickeln EIS-Systeme, um ihre Einkaufsaktivitäten zu koordinieren. Diese ermöglichen es Einkäufern, Vergleichsdaten für ihre Einkaufsentscheidungen heranzuziehen. Hier bieten sich Zulieferern die Möglichkeit, die Daten zur Eigenanalyse und zur gezielten Leistungsverbesserung (Benchmarking) heranzuziehen.

Konzept der Orientierung des Versorgungsmanagements eines Unternehmens. Die strategische Aufgabenstellung der Beschaffung unterliegt internationaler Ausrichtung. Die Suche nach geeigneten Lieferanten erfolgt über Ländergrenzen hinweg unter der Berücksichtigung von Qualität, Zeit und Preis. Als alternativer Beschaffungsmarkt bieten sich heute auf Grund des verbesserten industriellen Know-hows, der gestiegenen Kommunikationsmöglichkeiten, der verringerten Transportkosten und der günstigen Immobilienpreise die Niedriglohnländer an.

 

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