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Führung/Leitung

Führung/Leitung gibt es in jedem Unternehmen, natürlich auch in der Huber AG. Karlchen Huber führt selbst einmal das Unternehmen an sich (Unternehmensführung), zum anderen die Mitarbeiter (Mitarbeiterführung). Aber auch andere haben etwas zu sagen. Dementsprechend bildet sich in jedem Unternehmen eine Führungshierarchie. Man unterscheidet das Top Management (Geschäftsleitung; da Karlchen Huber Vorstand seiner AG ist, gehört er dem Top Management an); O das Middle Management (Leitungsebene; hierzu gehört z. B. Peter Schlaumann als Chef der Buchhaltung); das Lower Management (Ausführungsebene; der Meister, der dem Verpackungshelfer Willi Petersen vorgesetzt ist, gehört z. B. hierzu – der arme Petersen selbst hat nichts zu führen). Mit dem Begriff Führung sind aber nicht nur die führenden Personen gemeint. Führung bedeutet auch die Erfüllung bestimmter Führungsaufgaben. Die Unternehmensführung legt die Unternehmensziele fest (z. B. Huber will einen optimalen Gewinn), 0 bestimmt die Geschäftspolitik (z. B
.: Sollen neben den Haselnüssen noch weitere Weinbergerereien produziert werden?), O plant (z. B.: Wie viel Schoko1 ässe sollen in den nächsten Jahren jeweils auf den Markt gebracht werden?) und kontrolliert (dies ist u. a. Schlaumanns Aufgabe, der alle Zahlen voll im Griff haben muss). Die Vorgesetzten haben aufgrund ihrer unterschiedlichen Persönlichkeit auch eine ganz unterschiedliche Art, Führungsaufgaben wahrzunehmen. Karlchen Huber praktiziert z. B. einen kooperativen Führungsstil. Er erkennt seine Mitarbeiter als selbstständige und mündige Menschen an, lässt sie an Führungsentscheidungen teilhaben und räumt ihnen eigene Entscheidungsbefugnisse ein. So werden die Fähigkeiten der Mitarbeiter voll genutzt. Probleme werden vornehmlich im Team gelöst. Sie stehen im Vordergrund - nicht der Vorgesetzte. Patriarchalische Führung ist Sigmund Säuntigs Stil: Das Wort des Chefs ist Gesetz. Widerspruch wird nicht geduldet. Vorgesetzte dieser Art sprechen nur von „ihrem" Unternehmen und entscheiden alles selbst. Dem patriarchalischen sehr verwandt ist der charismatische Führungsstil. Durch seine strahlende Personlichkeit zieht der Vorgesetzte seine Untergebenen in den Bann, sodass sie nicht einmal in Gedanken Widersprüche formulieren. Bürokratische Führung gibt es häufig in Großunternehmen. Für alles und jedes gibt es Regelungen. Es wird nicht mehr geführt. sondern verwaltet. Zu lösende Probleme werden auf den Instanzenweg geschickt. Die Folgen sind klar. Das betriebliche Geschehen verläuft in festen Bahnen. Mitarbeiter können ihre Ideen in der Schublade lassen und neue Wege allenfalls in der Mittagspause beschreiten. Die Huber AG ist auf Erfolg programmiert. und Huber macht sich schon jetzt Gedanken. ob er über kurz oder lang seine Führungsprinzipien ändern muss, d. 11. die Art und Weise, wie die Huber AG geführt wird. Führungsprinzipien sind auch als managemem 4-Techniken bekannt. So wird z. B. beim management by objectives den Führungskräften von der Unternehmensleitung exakt vorgegeben, welche Aufgabenstellung sie zu bewältigen und welche Ziele sie zu erreichen haben. Management by delegation will ausdrücken, dass ein Manager von allen Nebensächlichkeiten befreit wird und er sich nur noch seinen Hauptaufgaben widmet. Huber wird also zukünftig nicht mehr selbst ah und zu am Fließband stehen. um die Qualität seiner Haselnüsse zu überprüfen -dies macht der Mitarbeiter der AbteilungQualitätskontrolle".

 

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