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Financial Engineering
Der Begriff des Financial Engineering kann zusammenfassend als Entwurf, Entwicklung und Implementierung von innovativen Finanzinstrumenten und -prozessen sowie als Realisierung kreativer, maßgeschneiderter Lösungen für Kapitalanleger und -nachfrager gesehen werden (vgl. Schneider, 2000, S. 1082).
Diese weit gefasste Definition beinhaltet die verschiedenen Auslegungen des Begriffs Financial Engineering. So findet er zum einen Verwendung in Zusammenhang mit internationalen Auftragsfinanzierun-gen. Um der Komplexität der jeweiligen Vorhaben gerecht zu werden, entwickeln Banken im Auftrag des Exporteurs oder Bestellers individuelle, über die Standardinstramente hinausgehende (»strukturierte«) Fi-nanzierungskonzepte (vgl. Isselstein/Schaum, 1998, S. 190). Hierbei handelt es sich insbesondere um Projektfinanzierungen, Misch- und Kofinanzierungen, Leasing und Komvensationsgeschäfte (vgl. Backhaus, 1999, S. 534ff.), aber auch um inves-tive Engagements (Direktinvestitionen; Joint Venture ) des Exporteurs im Ausland.
Eine andere Verwendung erfährt der Begriff des Financial Engineering insofern, als dass es um den Einsatz von innovativen Finanzierungs- und Risikoabsicherungsinstrumenten geht. In diesem Sinne werden Finanztitel zunächst in ihre Grundelemente, z.B. Zins, Tilgung, Währung, Fristigkeit, Sicherheit, Zusatzrechte, aufgespalten (»Stripping«), um sie (einzeln) besser bewerten zu können. Darauf basierend, werden beim »Replicating« neue, optimale Finanztitel geschaffen, in dem die Module gemäß des jeweiligen Finanzierungsfalls optimal kombiniert werden (vgl. Perridon/ Steiner, 1999, S. 24).
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