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Rechtsgeschäft

Wenn sich der Auszubildende Jakob Fuchs und die Studentin Lilo Liebreiz zu einem Match auf dem gebührenfreien Tennisplatz verabreden, dann ist rechtlich gar nichts passiert. Ganz anders sieht es aus rechtlicher Sicht aus, wenn die beiden die Vereinbarung treffen, dass Claus seiner Partnerin Lilo Liebreiz einen von einem Tennisstar handsignierten Tennisschläger zum Preis von 301) € abkauft. Hier ist ein Rechtsgeschäft zustande gekommen, genauer gesagt: ein Kaufvertrag. Denn sowohl Fräulein Liebreiz als auch Jakob Fuchs haben Willenserklärungen abgegeben, mit denen sie bestimmte Rechtsfolgen herbeiführen wollen. Man unterscheidet einseitige und zweiseitige Rechtsgeschäfte. Bei einseitigen Rechtsgeschäften tritt die Rechtswirkung bereits durch die Willenserklärung eines Einzelnen ein (Beispiel: Karlchen Huber setzt sein Testament auf). Bei zweiseitigen Rechtsgeschäften tritt die Rechtswirkung erst mit zwei einverständlichen Willenserklärungen ein – wie im Falle von Claus und Lilo. Ein typisches Beispiel für ein zweiseitiges Rechtsgeschäft ist der Vertrag.

 

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