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Kosten-Nutzen-Analysen
Die Beurteilung von Investitionsprojekten aus volkswirtschaftlicher Sicht kann sich derselben Instrumente bedienen wie eine betriebswirtschaftliche Investitionsbeurteilung. Während aber eine betriebswirtschaftliche Analyse auf jene Ein und Auszahlungen abstellt, die einer Unternehmung aus einem Investitionsprojekt erwachsen, baut eine volkswirtschaftliche Investitionsrechnung auf dem Nutzen bzw. Schaden auf, den ein Investitionsprojekt für die Volkswirtschaft bewirkt. Gemäß dieser Umschreibung einer volkswirtschaftlichen Investitionsbeurteilung gibt es oder gäbe es auch Investitionsbeurteilungen vom kommunalen Standpunkt, vom Standpunkt eines Bundeslandes, vom europäischen, weltwirtschaftlichen Standpunkt usw. Im folgenden sei lediglich auf den volkswirtschaftlichen Standpunkt abgestellt. Volkswirtschaftliche Investitionsrechnungen werden meist als Kosten-Nutzen-Analysen bezeichnet. Sprachlich eindeutiger wäre der Ausdruck SchadenNutzenAnalysen, weil dann die Gefahr wegfiele, den Terminus »Kosten« in der Bezeichnung Kosten-Nutzen-Analyse betriebswirtschaftlich zu interpretieren. Betriebs und volkswirtschaftliche Investitionsrechnungen unterscheiden sich somit in den in die Berechnung einbezogenen positiven und negativen Effekten und eventuell im Zinssatz. Konkret können Kosten-Nutzen-Analysen von betriebswirtschaftlichen Investitionsbeurteilungen darin differieren, daß für Dritte Nutzen oder Schaden entsteht (z. B. Umweltverschmutzung), der vom Betrieb nicht abgegolten werden muß und der daher in eine volkswirtschaftliche, nicht aber betriebswirtschaftliche Investitionsbeurteilung eingeht; man spricht hier von externen Effekten (aus der Sicht der Unternehmung); der volkswirtschaftliche Nutzen (Schaden) anders zu bewerten ist als die betriebswirtschaftlichen Erträge (Kosten).
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