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Kosten Nutzenanalyse
(engl. cost benefit analysis) Die Kosten Nutzen nalyse ist ein Instrument zur Beurteilung von Investitionen unter Einbeziehung volkswirtschaftlicher Wirkungen. Im Unterschied zu betriebswirtschaftlichen Investitionsrechnungen Investitionsrechnung, statische, Investitionsrechnung, dynamische) werden bei Anwendung einer Kosten Nutzen nalyse externe Effekte (der durch ein Investitionsobjekt entstehende Nutzen oder Schaden von begünstigten oder belasteten Personen bzw. Institutionen außerhalb des Unternehmens) einbezogen. Ein Anwendungsgebiet der Kosten Nutzen nalyse kann die Beurteilung von Investitionen, die unmittelbare Auswirkungen auf Dritte haben, z. B. Investitionen im Umweltschutz oder im Arbeit s und Gesundheitsschutz, sein. Bei Anwendung einer Kosten Nutzen nalyse werden alle erfassten Wirkungen einer Investition in Geldgrößen (monetär) ausgedrückt. Eine Investition ist dann vorteilhaft, wenn die Summe der bewerteten positiven Wirkungen die Summe der bewerteten negativen Wirkungen übersteigt. Die externen Effekte sind nach Möglichkeit zu bewerten; die Wirkungen, die sich nicht monetär bewerten lassen, werden als so genannte intangible Effekte (Auswirkungen wirtschaftlicher Tätigkeit, die sich einer ökonomischen Bewertung entziehen) aufgelistet. Eine Kosten Nutzen nalyse kann als 4 Kapitalwertmethode oder auch als Interne Zinssatzmethode durchgeführt werden. Bei Nutzung der Kapitalwertmethode wird (unter der Voraussetzung, dass die Kalkulationszinssätze für die gesamtwirtschaftliche und einzelwirtschaftliche Rechnung gleich hoch sind) die Vorteilhaftigkeit einer Investition anhand des gesamtwirtschaftlichen Kapitalwertes beurteilt, der sich aus dem internen Kapitalwert (Kapitalwert aus Unternehmenssicht) und dem externen Kapitalwert zusammensetzt. Dabei stellt der externe Kapitalwert die Summe aller auf einen Zeitpunkt abgezinsten bewerteten externen Effekte dar, die durch die Investition verursacht werden. Zur Bestimmung und Bewertung der externen Effekte können unter anderem der Zahlungsbereitschaftsansatz, tatsächlich entstehende Einkommenserhöhungen oder minderungen oder fiktive Einkommenserhöhungen bzw. minderungen zum Einsatz kommen. Auf der Grundlage des Zahlungsbereitschaftsansatzes kann die Bestimmung des externen Nutzens erfolgen, indem mögliche Begünstigte befragt werden, welchen Preis sie für eine entsprechende Leistung zahlen würden. Beispielsweise könnte die Errichtung einer Abwasserreinigungsanlage eines Unternehmens eine Voraussetzung zur Schaffung eines Naherholungszentrums in der Region sein. Dann wäre der Preis, den die Befragten für die Nutzung des Naherholungszentrums zahlen würden, zur Bewertung dieses externen Nutzens heranzuziehen. Externe Kosten würde man analog über die Minderung bzw. den Wegfall des bewerteten Nutzens berücksichtigen. Für den Fall, dass für externe Beteiligte tatsächlich Einkommenserhöhungen entstehen, können diese jeweils als Produkt aus den erwarteten Mengenänderungen und Preisänderungen ermittelt werden. Analog dazu werden tatsächliche Einkommensminderungen abgeschätzt. Fiktive Einkommenserhöhungen führen nicht unmittelbar zu zusätzlichen Einzahlungen, jedoch zu zusätzlichen Nutzeneinheiten (z. B. Zeitersparnis). Um den externen Nutzen zu bewerten, können diese mit einem fiktiven Stundensatz (z. B. mit dem durchschnittlichen Lohnkostensatz) multipliziert werden. Externe Kosten werden analog durch fiktive Einkommensminderungen (z. B. die Verminderung des Mietwertes eines Gebäudes) erfasst. Der Kapitalwertmethode liegt die in der Realität i. d. R. nicht erfüllte Annahme eines vollkommenen Kapitalmarktes zugrunde. Im Rahmen dieser Methode wird zur Diskontierung der Ein und Auszahlungen ein einheitlicher Kalkulationszinssatz verwendet. Da mit Hilfe der Kosten Nutzen nalyse die aus Unternehmenssicht und aus staatlicher Sicht optimale Investition bestimmt werden soll, wird vorgeschlagen, einen Zinssatz zu verwenden, der sich an der Rendite langfristiger öffentlicher Anleihen (Schuldverschreibungen) orientiert.
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