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Panel
Ein bestimmter gleich bleibender Kreis von Auskunftssubjekten (Personen, Betrieben), die über einen längeren Zeitraum hinweg über die gleiche Sache befragt werden. Bsp.: GfK-Haushaltspanel (Gesellschaft für Konsum-, Markt-, Absatzforschung), das die Einkäufe der Haushalte im Handel (Einzelhandel) untersucht.
Stellt als Sonderform der Primärforschung eine konstante Stichprobe ausgewählter, repräsentativer Auskunftspersonen dar, die über einen längeren Zeitraum hinweg regelmäßig über einen im Prinzip gleichen Gegenstand Auskunft geben. Die wichtigsten Panelarten sind Verbraucherpanels (auch Haushaltspanels oder Individualpanels genannt, umfassen eine Stichprobe aus Haushalten oder Einzelpersonen), Handelspanels (Groß- und Einzelhandelspanels), Unternehmenspanels (Stichprobe aller/ ausgewählter Unternehmen oder einzelner Branchen, z.B. Kosmetikpanel) und Spezialpanels (z.B . lokale Testmarktpanels). Online-Panels ermöglichen über Internet schnell und kostengünstig Befragungen und begrenzt auch Tests mit beim Online-Panel anbietenden Marktforscher registrierten Internet-Usern. Methodische Probleme der Panels (Grenzen eines Panels) ergeben sich erstens bei einer großen Stichprobe (Panelgröße). So zeichnen sich bei Verbrauchsgüter- und Gebrauchsgüterpanels mit 5.000/10.000 Probanden Probleme mit der Aufrechterhaltung der Repräsentativität unter dem Stichwort der Panelsterblichkeit (Verlassen des Panels aus Gründen wie Umzug, Zeitmangel, Tod) ab. Ausfällen dieser Art wird mit einer Panelrotation (ausgefallene werden durch neue Teilnehmer ersetzt) begegnet. Zweitens bei den Paneleffekten (Verhaltensänderungen werden durch wiederholte Befragungen induziert, z.B. »Overreporting«). Ein drittes Problem stellt der Grad der Marktabdeckung (Coverage) der Panels dar, denn Panelergebnisse können z.B. nicht alle Haushalte oder Handelsbetriebe repräsentieren, da die Teilnahmebereitschaft oft nicht einer repräsentativen Stichprobenstruktur entspricht.
Wiederholtes Abfragen der gleichen Teilnehmergruppe über den gleichen Gegenstand zur Aufzeichnung von Veränderungen. Aus Panels lassen sich unter anderem Marktanteil, Käuferstrukturen und Markentreue herauslesen. Die Repräsentanz kann durch Panelsterblichkeit und hohe Verweigerungsraten beeinträchtigt werden. Eine Änderung des Kaufverhaltens aufgrund der Beobachtung und eine nachlassende Teilnahmebereitschaft oder Gründlichkeit der Eintragungen bedingen den Paneleffekt. Anwendungsbeispiele sind die Ermittlung von Einschaltquoten und das Erfassen von Nahrungsmitteleinkäufen.
Das Panel ist in der Marktforschung ein gleichbleibender Befragtenkreis, der grundsätzlich für die Dauer der Erhebung unverändert bleibt. Dieser gleichbleibende Bef ragten-kreis als dem zugrundeliegenden Erhebungsverfahren hat zu der Bezeichnung Panelverfahren (engl. panel = Namensliste) geführt.
Der Ausdruck Panel ist aus der an-gloamerikanischen empirischen Sozialforschung übernommen worden. Als Panel bezeichnet man einen bestimmten, Grundsätzlich gleichbleibenden, repräsentativen Kreis von Auskunftspersonen, bei dem über einen längeren Zeitraum hinweg fortlaufend oder in bestimmten zeitlichen Abständen Erhebungen zum im Prinzip gleichen Gegenstand durchgeführt werden. Diese Definition macht die Zielsetzung deutlich, die die Panelforschung vorrangig verfolgt: Die Erfassung von Bewegungen bzw. Veränderungen im Zeitablauf. Die wichtigsten Arten von Panels können je nach Aufgabenstellung wie folgt schematisch dargestellt werden (s. S. 336):
Die bedeutendsten Panel-Varianten sind das Haushaltspanel und das Einzelhan delspanel.
Ziel des Einzelhandelspanels ist es, die Entwicklung der Absatzsituation bei einer strukturell gleichbleibenden repräsentativen Stichprobe von Absatzmittlern (Handelsbetrieben) für festgelegte Marken, Produkte und Produktgruppen zu ermitteln. Die Datenbeschaffung erfolgt dabei durch Mitarbeiter eines Marktforschungsinstituts analog einem Inventurverfahren. Lagerbestände, Wareneingänge und Warenverkäufe werden in einem ca. zweimonatigen Besuchsrhythmus
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