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Strategische Planung
Für einen Planungszeitraum von drei bis fünf Jahren wird die langfristige Rahmenplanung (Rahmenplanung, langfristige) näher bestimmt. Im Vergleich zur operativen Planung (operative Planung) lässt sich die strategische Planung durch bestimmte Merkmale abgrenzen. Die strategische Planung entstand in den Siebzigerjahren als Reaktion auf die zunehmende Komplexität und Dynamik der Märkte. Neue Technologien, neue Produkte, rasch sich veränderndes Konsumverhalten, zunehmende Bedeutung der Marktgestaltung und Internationalisierung sind Faktoren, die auch heute das Umfeld unternehmerischer Tätigkeit charakterisieren. Dadurch entstehen für das Unternehmen immer mehr Chancen, aber auch Risiken. Die strategische Planung versucht diesen Veränderungen Rechnung zu tragen, indem Methoden eingesetzt werden, die diskontinuierliche Entwicklungen und darauf basierende Chance n und Risiken frühzeitig erkennen helfen. Darauf aufbauend werden Märkte und Produkte identifiziert und eine geeignete Strategie gewählt, die den künftigen Erfolg des Unternehmens erhalten und ausbauen soll. Beispiel eines Elements der strategischen Planung ist das Ziel einer Luftverkehrsgesellschaft, in fünf Jahren 50 Prozent der Buchungen über das Internet abzuwickeln. Die strategische Planung basiert auf Unternehmens- und Umweltanalysen, die Stärken und Schwächen des eigenen Unternehmens und der Konkurrenz untersucht und wichtige Veränderungen der Umwelt zu erkennen und einzuschätzen vermag. Methoden, die dabei eingesetzt werden, sind beispielsweise die GAP-Analyse, die Produkt-Markt-Matrix, der Produktlebenszyklus, die Portfolio-Analyse, die Kostenerfahrungskurve, Wertkette.
ist eine langfristige Unternehmensplanung, die sich vor allem auf die Planung von Zielen und Strategien bezieht. Sie umfaßt die Findung wünschenswerter und realisierbarer Zielsetzungen, die dazu notwendige Änderung des bestehenden Zielsystems, den dazu notwendigen Mitteleinsatz und die zu ergreifenden globalen Maßnahmen zur Erreichung der Zielsetzungen. Dazu ist eine Analyse der Stärken und Schwächen, der Chancen und Gefahren notwendig (–e SOFT-Analyse). Die Kontrolle der entwickelten Plangrößen und die Einleitung von Revisionen und Anpassungsmaßnahmen ist Aufgabe des strategischen Controlling. Teilweise wird strategische Planung auch als Teilbereich des strategischen Controlling definiert. Gliederung des Planungsstoffes. Generell besteht die Aufgabe der strategischen Unternehmensplanung darin, die Existenz des Unternehmens durch Erhaltung und Schaffung langfristig wirksamer Erfolgspotentiale (Vorsteuergrößen des Gewinns) zu sichern. Als Phasen des strategischen Planungsprozesses sind zu unterscheiden:
1. Festlegung der strategischen Ziele (dabei ist auf Vereinbarkeit mit der strategischen Grundhaltung und der Unternehmenskultur zu achten)
2. Analyse des Planungsfeldes, d.h. der herrschenden strategischen Situation; dazu ist eine Umfeldanalyse vorzunehmen, die die Märkte, die Branchenstruktur, das wirtschaftliche, rechtliche und gesellschaftliche Umfeld durchleuchtet, Chancen und Gefahren herausstellt und ihre Wirkungen auf die Attraktivität des jeweiligen Geschäftsfelds/Marktes bewertet. Ebenso hat eine Unternehmensanalyse zu erfolgen, die die Stärken und Schwächen des Unternehmens bzw. einzelner strategischer Geschäftseinheiten im Vergleich zur Konkurrenz darzulegen hat. Altere Instrumente der strategischen Analyse sind z.B. die Gap-Analyse, die strategische Bilanz, die SOFT-Analyse und die Produktlebenszyklusanalyse. Neuere Instrumente bauen auf Portfolio-Konzepten auf, die die Umfeld- und die Unternehmenskomponente zugleich erfassen.
3. Ableitung von Strategien für das Gesamtunternehmen und strategische Geschäftseinheiten. Dies kann grob auf der Basis von - Normstrategien aus den Portfolio-Positionen erfolgen, bedarf aber regelmäßiger Anpassungen an spezifische Gegebenheiten. Insbesondere sind innerbetriebliche Restriktionen zu beachten.
4. Umsetzung der Strategien in Handlungsprogramme.
Die strategische Planung ist eine langfristige Planung. Sie ist Aufgabe der Unternehmungsführung. Aufgrund der strategischen Planung werden die langfristigen Unternehmungsziele gesetzt und strategische Entscheidungen getroffen. Als strategische Entscheidungen sind insbesondere alle Entscheidungen zu betrachten, die festlegen, welche Produkte produziert und auf welchen Märkten diese abgesetzt werden sollen. Die Aufgabe der strategischen Planung besteht dann darin, solche Entscheidungen vorzubereiten und zieladäquate Maßnahmen zu bestimmen.
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