Wirtschaftslexikon
  Wirtschaftslexikon A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
             
 

 

 

Bilanz, Gliederungsprinzipien

Der formale Aufbau von Bankbilanzen unterscheidet sich erheblich von denen von Nichtbanken.

Zunächst findet sich keine Unterteilung der Aktivseite in Positionen des Anlage- und des Umlaufvermögens. Zudem ist die Aktivseite nach fallender Liquidität, die Passivseite analog nach zunehmender Fristigkeit geordnet. Des weiteren sind viele Positionen nochmals nach ihrer Restlaufzeit unterteilt, die im Anhang näher konkretisiert werden müssen. Hierdurch soll der Bilanzleser einen Einblick in die Liquiditätslage des Kreditinstitutes gewinnen können.

Ein weiteres Gliederungsprinzip bei Bankbilanzen ist die explizite Differenzierung der Vertragspartner der Finanzaktiva nach öffentlichen Stellen, Kreditinstituten und Kunden. Weiterhin geben einige „Darunter"-Positionen einen Hinweis auf besondere Qualitätsmerkmale (z.B. grundpfandrechtliche Sicherung). Diese Differenzierung ermöglicht Rückschlüsse auf das Ausfallrisiko der Finanzaktiva.
Eine weitere Besonderheit der Bankbilanz stellen die Angaben unter dem Bilanzstrich dar. Hier müssen die Banken Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen, wie beispielsweise unwiderrufliche Kreditzusagen, angeben. Die Angaben unter dem Bilanzstrich geben einen Hinweis darauf, in welchem Ausmaß Auszahlungsverpflichtungen in der Zukunft auf das Kreditinstitut zukommen können.

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Bilanz, externe
Bilanz, handelsrechtliche

 

 
     
           
Weitere Begriffe : Fremdwährungskonten Related Parties Einander ausschließende Investitionen
Wirtschaftslexikon. | Copyright © 2005-2008 All rights reserved. www.wirtschaftslexikon24.net | Impressum